Wandern auf Teneriffa:

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Spektakuläre Kanal-Wanderung

Bilder: Kanal-Wanderung

Wanderung  entlang des Wasserkanals oberhalb des Barranco secco

Die Anfahrt nach Bejia, dem Ausgangsort dieser spektakulären Wanderung entlang des alten, stillgelegten Wasserkanals oberhalb des Barranco secco, sollte der Einfachheit halber auf der TF 12 über La Laguna und Las Canteras in Richtung Las Mercedes erfolgen. - Nachdem man hinter Las Mercedes die Serpentinen passiert hat, biegt man nach etwa 2 km (das heißt vor dem Erreichen des Cruz del Carmen) nach links auf die TF 1143 (in Richtung Pedro Alvarez und Tergueste) und nach weiteren 2 km nach rechts in Richtung El Batan (Los Batanos) ab. Nach abermals 2 km folgt man in einer Rechtskurve (Bushaltestelle) dann nach links dem Hinweisschild nach Bejia und befährt die kleine Straße noch etwa 1,5 km abwärts bis zum Ende deren Asphaltierung, wo man das Auto abstellen kann.

Die eigentliche Wanderung beginnt an einer nahe gelegenen, gelblichen Sandsteinformation, zu der man, wenn man die Straße etwa 30 m zurück geht, auf der rechten Seite gelangt. Dort sind einige Stufen in den Stein gehauen, die einen bald auf den ehemaligen Dreschplatz hin-aufführen. Der Weg setzt sich nach rechts fort und führt anschließend mal fast eben, mal mit nicht zu starken Auf- und Abstiegen am Hang entlang. Nach ungefähr 20 Minuten, bei einem etwas stärkeren Anstieg, gilt es sich, etwa auf der Mitte der Anhöhe, hinter einem kleineren aufgeworfenen Steinhaufen, rechts zu halten. Im Anschluss an den folgenden kurzen Abstieg führt der Weg zuerst nur steiler werdend, später in mit Stufen versehenen, engen Windungen auf einen  Felskamm, den man zirka eine Stunde nach Beginn der Wanderung erreicht. Etwas rechts von der Aufstiegstelle gelegen befindet sich ein Felsplateau, das sich auch wegen der sehr schönen Aussichten für eine Rast anbietet. 
 
Nur wenige Meter von der Stelle entfernt, an welcher der Weg den Kamm erreicht, geht es dann auf der anderen Seite in Richtung Punta de Hidalgo hinunter. Nachdem man einen Abstieg von etwa 20 Minuten hinter sich hat, bedarf es besonderer Aufmerksamkeit, um die Abzweigung, die zum Einstieg in den Kanal führt, zu finden. Denn kurz hinter Agaven, die dort gruppenförmig beieinander stehen, muss man den Hauptweg  nach rechts verlassen. Der Hauptweg verläuft im Übrigen sehr viel deutlicher erkennbar weiterhin bergab und führt spä-ter in nur geringen Abstand an einem einfachen Ziegenstall und Drahtzäunen entlang.

Dagegen verbleibt der Pfad, auf den man, wie gesagt, vom Hauptweg durch eine Wendung nach rechts gelangt, zunächst etwa auf gleicher Höhe. Von dieser Stelle aus ist sowohl der Austritt des Kanals aus dem Berg mit einer kleinen Brücke als auch dessen weiterer Verlauf teilweise einsehbar. Damit der Abstieg einfach gelingt, ist hier darauf zu achten, dass man möglichst frühzeitig auf die linke Seite einer breiteren längs verlaufenden, weitgehend mit Sand und Geröll ausgefüllten  Erdspalte gelangt. Auf dem Weg, der nun bald hinabsteigt, erreicht man nach wenigen Minuten den hier völlig verschütteten Kanal; der Eintritt in den intakten Kanal ist etwas weiter links problemlos möglich.

Die überaus interessante und abwechslungsreiche  Wanderung im Kanal selbst dauert etwa 45 Minuten. In beträchtlicher Höhe führt der Kanal, der wie angeheftet an die steile Felswand erscheint, immer weiter über dem Barranco secco Tal einwärts. So weit wie möglich bleibt man innerhalb des Kanals, teilweise muss man aber auch neben ihm oder über Steinplatten, die ihn bedecken, gehen. An einigen Stellen wird das Vorankommen durch überhängende Felsen, welche einen zwingen sich tief zu bücken oder "sich dünne zu machen", erschwert, so dass es vorteilhaft ist, nur einen kleineren Rucksack mit sich zu nehmen. Nach etwa 25 Minuten überquert man zwei kleinere Brücken und betritt nur ein wenig später einen zirka 50 m langen Tunnel. Da hier absolute Dunkelheit herrscht, besteht die große Gefahr, sich den Kopf zu stoßen; das Mitführen einer Taschenlampe ist deshalb sehr anzuraten.
Ungefähr 20 m nach der Tunnelpassage verlässt man, sich nach links wendend den Kanal und vermeidet so auf einem gut begehbaren Weg einen gefährlichen, verwachsenen Abschnitt des Kanals. Kurz danach kann die Wanderung innerhalb des Kanals fortgesetzt werden und man gelangt dann schon sehr bald an einer kleinen Staumauer an dessen Ende. Nach Verlassen des Kanals folgt man entlang einer Wasserleitung dem Pfad und steht dann vor einer fast senk-recht aufragenden Felswand. Rechts davon führt der Weg, dessen Einstieg in die Wand nicht ganz leicht zu finden ist, schließlich über Steinstufen steil in die Höhe. Oben angekommen sieht man einige Häuser von Bejia vor sich; dem dortigen Weg folgend erreicht man innerhalb weniger Minuten den Ausgangspunkt der Wanderung. Für die letzte Etappe, das heißt vom endgültigen Ausstieg aus dem Kanal bis zur Mündung des Wegs auf die asphaltierte Straße werden etwas mehr als 30 Minuten benötigt, für die gesamte Wanderung etwa drei Stunden, die Rastzeiten nicht mitgerechnet.
Obwohl die Wanderung insgesamt nicht als schwierig zu bewerten ist, gibt es insbesondere bei einigen Anstiegen Passagen, die etwas höhere Ansprüche an die körperliche Verfassung stellen. Dem Umstand kann aber durch ein angemessenes Tempo bzw. durch das Einlegen entsprechender Pausen leicht Rechnung getragen werden. Darüber hinaus sollten nur  Perso-nen diese Wanderung antreten, die über ein gewisses Maß an Schwindelfreiheit verfügen.

 

 

 

 


Das Anaga-Gebirge
Das Anagagebirge ist ein Paradies für Wanderer und Naturliebhaber. Tiefe Schluchten, und grüne Wälder im Nordosten von Teneriffa ist für den Wanderer und Naturliebhaber ein einzigartiges Erlebnis. Die idyllischen Bergdörfer waren lange Zeit nur über alte Caminos erreichbar. In Las Carboneras sollte man auf jeden Fall den typischen Ziegenkäse und Landwein probieren.
Teneriffa Wandern - Anagagebirge - um den Chinobre
Anaga - um den Chinobre

Die Masca-Schlucht
Im Tenogebirge befindet sich das Dorf Masca. Barranco de Masca - diese Schluchtenwanderung ist einzigartig auf Teneriffa. Auf einer Wanderung durch die Schlucht zum Meer trifft man auf eine faszinierende Pflanzenwelt. Nach einem Bad im Atlantik sollte auf jeden Fall eine Bootsfahrt nach Los Gigantes im Plan stehen.
Wer Masca als Ausgangspunkt für Wanderungen ins Tenogebirge oder zur Küste nimmt, findet eine Übernachtungsmöglichkeit in der 'Alten Schule'.
Teneriffa Wandern - Masca Schlucht im Tenogebirge

Masca Schlucht im Tenogebirge

Adeje

Eine Höhenwanderung mit herrlichen Blicken hinab zur Südwestküste von Teneriffa. Der Weg führt durch Kiefernwald, imposante Schluchten, durch Ackerland nach Ifonche. Man sollte auf jeden Fall nicht vergessen, Einkehr im El Refugio zu halten. Von hier aus hat meinen einen wunderschönen Ausblick zum Meer.

Teneriffa Wandern - Adeje - Barranco del Infierno

Adeje - Barranco del Infierno

Der Pico del Teide
Der beeindruckende und anhaltende Aufstieg zum höchsten Gipfel (2715m) des Kraterrandes der Cañadas bietet ein ausgezeichnetes Panorama. über den ganzen Nationalpark rund um den Pico del Teide (3718m). Diese Wanderung ist nur für geübte Wanderer mit geeignetem Schuhwerk zu empfehlen.
Teneriffa Wandern - Los Roques und Pico del Teide

Los Roques und Pico del Teide

 Pico del Teide, 3718 m
Aufstieg auf den höchsten Berg Spaniens

Die Wanderroute: Canadas-Straße, km 40 - Huevos del Teide - Montana Blanca - Refugio de Altavista - Cueva del Hielo - Teide und zurück.

Ausgangspunkt: Canadas-Straße bei Km 40, 2350 m (zwischen El Portillo, 8 km, und Teleférico, 2,5 km), am Abzweig des Fahrweges Richtung Teide (Tafel).

Gehzeiten: Canadas-Straße - Pfadabzweig an der Montaña Blanca 1¼ Std., Aufstieg zum Refugio de Altavista 1¼ Std., Refugio de Altavista - Bergstation Teide- Seilbahn 50 Min., Bergstation - Teide- Gipfel 20 Min., Abstieg 2½ Std.; Gesamtzeit 6¼ Std.

Höhenunterschied: 1400 m (bis Refugio de Altavista gut 900 m).

Anforderungen: Bis zur Montana Blanca gemütlicher Anstieg auf Fahrweg, dann überwiegend steiler Geröllanstieg, der letzte Gipfelanstieg sollte bei Sturm unbedingt gemieden werden (teils sehr abschüssig). In den Wintermonaten muss man mit Schnee, häufig auch mit pickelhart gefrorenen Eisplatten rechnen, die den Aufstieg wesentlich erschweren bzw. nur mit entsprechender Ausrüstung (Steigeisen, Pickel) möglich machen.

Bei ungünstigen Wetterverhältnissen (Nebel, Schnee, Eis, Sturm) ist unbedingt von einer Besteigung des Teide abzuraten. Nicht zu spaßen ist mit der Höhenkrankheit: Wenn während des Anstieges Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel auftreten, sollte man eine Pause einlegen - wenn keine Besserung eintritt, kehrt man besser um.

Refugio de Altavista.

Refugio de Altavista.

Einkehr und Unterkunft: Refugio de Altavista, 3260 m. Die 1893 gegründete Schutzhütte des Cabildo ist in der Regel von Ende März bis Oktober bewartet (Tel. 922 /239811, 50 Betten, fließendes Wasser, Kochgelegenheit, Wolldecken, Notlager im Nebengebäude ganzjährig offen). Eine Reservierung ist unbedingt zu empfehlen; wenn die Betten belegt sind, muss man am Boden oder im Freien schlafen (bes. Juli-September großer Andrang).

Seilbahn: Der Betrieb der Teide-Seilbahn (erste Bergfahrt 9 Uhr, letzte Talfahrt 17 Uhr) wird bei Sturm und bei Schnee/Eis am Gipfel eingestellt - erkundigen Sie sich also unbedingt vor Beginn der Tour, ob die Seilbahn in Betrieb ist, falls Sie beabsichtigen, mit dieser abzufahren (Tel. 922 69 40 38).

Wichtige Hinweise: Der Weg von der Seilbahn- Bergstation zum Gipfel (Telesforo Bravo) ist aus Naturschutzgründen gesperrt - wer also nicht auf die letzten 160 Höhenmeter und auf das Gipfelerlebnis verzichten will, der muss zuvor persönlich eine Sondergenehmigung im Oficina del Parque Nacional, Calle Emilio Calzadilla 5, 4. Stock, Santa Cruz beantragen (Pass und Pass-Kopien von Begleitpersonen nicht vergessen; Mo-Fr 9-14 Uhr geöffnet).

Warme Kleidung, Wind-/Regenschutz, Handschuhe und Mütze (auch im Sommer) und ein guter Sonnenschutz werden dringend empfohlen. Ausreichend Verpflegung und reichlich Getränke müssen mitgenommen werden, da das Refugio de Altavista nicht bewirtschaftet ist. Für den frühmorgendlichen Aufstieg von der Hütte zum Gipfel ist eine Taschen- oder Stirnlampe erforderlich.

Übersichtskarte der Wanderroute

Montana Reventada, 2230 m
Vulkanwanderung am Fuß des Pico Viejo

Die Wanderroute: Straße Chio-Boca Tauce - Montana Reventada - Montana de la Botija - Straße Chio - Boca Tauce

Ausgangspunkt: Straßenschild "Montana Samara" an der Canadas-Straße Chio-Boca Tauce, zwischen den Kilometersteinen 7 und 8.

Gehzeiten: Straße - Montana Reventada 1 ¼ Std., Montana Reventada - Montana de la Botija ¾ Std., Montana de la Botija - Straße ½ Std.; Gesamtzeit: 2 ½ Std.

Höhenunterschied: knapp 400 m

Anforderungen: meist gemütliche Wanderung auf Wegen und Pfaden. Der Kraterrand der Montana Reventada ist im oberen Teil schmal und abschüssig - bei Sturm sollte man deshalb auf den Gipfelaufstieg verzichten. Bei schlechter Sicht evtl. Orientierungsprobleme.

Variante Vom Ausgangspunkt bietet sich auch eine Besteigung der Montana Samara, 1937 m, an - der Aufstieg dauert nur eine knappe 1/4 Std. und ist durch einen Pfad, der rechts über den Rücken ansteigt, gut vorgegeben.

Die Montana Reventada ist eine der zahlreichen Vulkankegel, die sich aus der weiten Sand- und Lavalandaschaft am Fuß des Pico Viejo erheben. Der Wanderweg dorthin passiert mehrere erloschene Krater, Lavafelder sowie einen Lava Barranco und vermittelt so einen schönen Eindruck von der noch verhältnismäßig jungen vulkanischen Vergangenheit der Insel.
Vom Straßenschild "Montana Samara" folgen wir dem Sandweg, der in östlicher Richtung auf den Teide zuführt. Er hält sich zunächst parallel zur Straße und entfernt sich dann allmählich von ihr. Alsbald geht es zwischen zwei flachen Felsgruppen hindurch, anschließend passieren wir eine Wetterstation.
Nach ¼ Std. kommen wir an ein weiteres Lavafeld heran, an dessen Rand wir links durch groben Lavasand weitergehen. Immer auf dem Hauptweg, steigen wir nun durch eine Rinne rechts des schwarzen Vulkankegels der Montana de la Botija an.
Hinter uns, in der Ferne, sehen wir die Inseln Gomera, links dahinter El Hiero und weiter rechts, mit dem Doppelhöcker, La Palma - vor uns baut sich der mächtige Pico Viejo auf, dahinter spitzt der Pan de Azucar des Teide hervor. Der Pfad hält direkt auf diese zu und führt bald wieder am linken Rand eines weiteren, lang gestreckten Lavafeldes entlang.

Allmählich, nach insgesamt einer ¾ Std., gelangen wir auf die Höhe eines Lavasandrückens - links, etwas unterhalb, sehen wir eine alleinstehende junge Kiefer. Hier zweigt scharf links ein kaum kenntlicher, durch Steinmännchen markierter Pfad zurück in Richtung Montana de la Botija ab (unser späterer Rückweg). Wir aber gehen gerade aus weiter, am Rand des Lavafeldes und über einen wunderschönen, wilden Lavabarranco, direkt auf die vor uns sichtbare Montana Reventada zu.
Nach gut 10 min., zuletzt über einen Lavaschuttwall, sind wir am südwestlichen Gratausläufer unseres Gipfelzieles angelangt. Über den schmalen, weiter oben abschüssigen Grat steigen wir nun zum höchsten Punkt der Montana Reventada auf und genießen von dort den herrlichen Blick auf den Pico Viejo.

Der Abstieg erfolgt zunächst auf dem Aufstiegweg. Nach etwa 20 min. zweigen wir dann an der alleinstehenden Kiefer rechts auf den kaum kenntlichen, nur anfangs mit Steinmännchen markierten Pfad ab und wandern mehr oder weniger weglos leicht rechts haltend über die Lavarücken, vorbei an zahlreichen Vulkanbomben, auf den ebenmäßigen, dunklen Vulkankegel der Montana de la Botija hinauf.
Nach gut 20 min. ist der Steinmann am höchsten Punkt erreicht. Von dort steigen wir nun rechts über das breite Lavagrusfeld, bald begleitet von einem Ginsterfeld, hinab, direkt auf die Straße zu. Weiter unten halten wir uns ein wenig nach links, um auf dem Aufstiegsweg zurück zum Ausgangspunkt zu gelangen.

Von Los Silos nach Erjos
Auf alten Caminos durch die Lorbeerwälder der Monte del Agua

Die Wanderroute: Los Silos - Bco. de Bucaron - Erjos - Bco. de Cuevas Negras - Los Silos

Ausgangspunkt: Kirche an der Hauptstraße im Ortszentrum von Los Silos, 109 m (Haltestellen der Buslinien 107/363/365).

Gehzeiten: Los Silos - Kammhöhe mit verfallenen Häusern 1 Std., Weiterweg bis Las Moradas 1 Std., Weiterweg nach Erjos 1 ½ Std., Erjos - Las Cuevas Negras knapp 1 Std., Las Cuevas Negras - Los Silos gut ¾ Std.; Gesamtzeit 5 ½ Std.

Höhenunterschied: etwa 950 m.

Anforderungen: Insgesamt anstrengende, dennoch aber meist gemütliche Wanderung auf schönen alten Caminos und Forststraßen.

Einkehr: Bar in Los Silos und Erjos

Variante: Weiterweg ab ICONA - Steinsäule Las Moradas nach Las Portelas: rechts weiter auf dem Fahrweg Richtung "Calabacera" (Tafel). Er mündet an einer Schranke in eine breite Pistenstraße (ICONA-Steinsäule La Calabacera), die links nach Erjos und rechts (immer auf der Piste) nach Las Portelas führt (1 Std. ab Las Moradas, Haltestellen der Buslinie 355/366).
Die Nebelurwälder der Monte del Agua oberhalb von Los Silos zählen zu den ursprünglichsten der Insel. Wunderschöne alte Caminos und schattige Forstwege erschließen dieses waldreichste Gebiet des Teno-Gebirges für den Wanderer.
Wem die Wanderung von Los Silos nach Erjos und wieder hinab nach Los Silos zu anstrengend ist, der kann auch erst in Erjos in den Wanderweg einsteigen - damit verkürzt sich die Tour auf nicht einmal 2 Std., und dennoch verpasst man nur wenig von den schönsten Eindrücken der Wanderung.
Rechts an der Kirche von Los Silos vorbei führt ein Sträßchen auf die Berge zu, die Calle Susana. Nach etwa 200 m erreichen wir an einer kleinen Brücke die ICONA-Steinsäule Los Avadepos - hier rechts auf dem Fahrweg am Bachbett entlang weiter.
Nach etwa 100 m zweigt links, weiter am Bachbett entlang, ein Pfad ab, der leicht ansteigend zum Barranco de Bucaron führt. Dort geht er in einen schönen Pflasterweg über, der bald einen abgedeckten Wasserkanal kreuzt um kurz darauf über eine Brücke auf die linke Talseite wechselt.
5 min. später, wir haben einen Wasserkanal überquert, wechselt der Camino wieder auf die rechte Seite des Tales, dass sich nun allmählich weitet. Nach einigen Minuten verzweigt sich der Weg, hier rechts weiter in einer Schleife bergauf, zurück zum Bachbett.
Auf der Kammhöhe links des Tales tauchen nun ein paar verfallene Steinhäuser auf, zu denen der Camino durch Brombeergestrüpp hinüber führt. Von dort genießen wir einen schönen Blick hinab in den tiefen wild zerklüfteten Barranco de los Cochinos. Der Pfad steigt an den Häusern vorbei weiter an und wechselt dann nach links in den Hang über den Barranco de los Cochinos.

Nach einer ¼ Std. kommen wir rechts an einem zerfallenen, von Brombeergestrüpp überwucherten Anwesen vorbei. In der Folge gehen wir ein Seitental aus, das wir wieder links haltend verlassen. Der Pfad tritt nun in lichten Lorbeer- und Baumheidewald ein. Nach etwa 20 min. nach dem verfallenen Anwesen gesellen sich auch Kiefern an den Wegesrand.
Knapp 10 min. später, der Mischwald wird nun dichter, Brombeeren rankeln sich von den Bäumen herab, gabelt sich der Weg (links geht es hinab zu einer Galleria im Grund der Cochinos-Schlucht, ca. 510 m, ein sehr lohnender Abstecher für Botanik interessierte; 1 Std. hin und zurück).
Rechts leicht bergan erreichen wir nach wenigen Minuten eine weitere Verzweigung - hier abermals rechts, im Taleinschnitt hinauf. Wenige Minuten später mündet der Weg in eine Forststraße (ICONA-Steinsäule Las Moradas, 735 m). Rechts kann man die Wanderung in Richtung Las Portelas fortsetzen, wir aber wenden uns nach links.
Nach 5 min. kommen wir an einem zerfallenen Gebäude vorbei. Wenige Minuten später führt die Forststraße durch einen kleinen Taleinschnitt. Hier zweigt rechts ein deutlich markierter Pfad ab. Dieser mündet nach wenigen Minuten in einen quer verlaufenden Weg, dem wir nach links folgen. Er zieht etwa 5 min. höhehaltend durch den Hang, anschließend führt er hinauf zu einer breiten Pistenstrapen (ICONA -_Steinsäule), die wir nach etwa 20 min. Anstieg erreichen.
Auf dieser links weiter in Richtung "Las Rosas" . Nach einer ¼ Std. zweigen in einer Linkskurve links eine Forststraße (Schranke) und rechts ein Pfad ab - wir gehen aber gerade aus weiter. ½ Std. später lichtet sich der Wald - vor uns sehen wir bereits das Dorf Erjos. In der nächsten Rechtskurve (ICONA-Steinsäule Las Rosas) zweigt links ein Weg ab, der die weite Schleife der Piste abkürzt.

Nach 10 min., zwischen den ersten Häusern, treffen wir auf die ICONA-Steinsäule PIE de Erjos und wenden uns nun gerade aus Richtung "El Cuente" . Sogleich erreichen wir den Kirchplatz von Erjos - hinter der Kirche, an der Hauptstraße, steht das Bushäuschen (Haltestellen der Buslinien 325 und 460). Vom Kirchtor gehen wir nun wieder gerade aus am Kirchplatz vorbei zurück zur ICONA-Steinsäule PIE de Erjos und halten dort rechts mit der Tafel "Barbuzano" hinab.
Beim letzten Haus der Zeile biegt links von der Asphaltstraße ein Camino ab, der in Serpentinen in den Barranco de Cuevas Negras hinab führt. Wir verbleiben stets auf dem Hauptweg, der auf der rechten Talseite dahinführt - zwischendurch geht er in einen Feldweg über. Er wird begleitet von einem Wasserrohr, das den verfallenen Wasserkanal abgelöst hat. 20 min. nach Erjos lassen wir die verwilderten Gartenterrassen des Ortes hinter uns und treten in lichten Buschwald ein. Der breite, von bemoosten Steinen eingefasste Camino durch den Wald zählt zu den schönsten des Teno Gebirges.
Nach 10 min. sehen wir links des Weges ein verstecktes Häuschen, gut 10 min. später - wir befinden uns mittlerweile auf der linken Talseite  kommen wir an einem Gehöft und an verwilderten Gärten vorbei. Auf der anderen Hangseite sehen wir dann weitere Häuser. Unterhalb von ihnen wechselt der Camino wieder auf die rechte Talseite und führt dort durch das Dorf Las Cuevas Negras - die meisten Häuser sind dem Verfall preisgegeben, nur manche sind von Aussteigern bewohnt.
In der Dorfmitte, an der ICONA-Steinsäule Barbusano, zweigt rechts ein verwachsener Pfad Richtung Lomo Morin ab, wir aber gehen weiter gerade aus weiter hinab.

Die Schlucht wird nun immer imposanter: Der Camino senkt sich unter einer überhängenden, mächtig zerfurchten Felswand recht steil ab, riesige Wolfsmichgewächse stehen am Wegrand. Vor uns sehen wir bereits Los Silos.
Nach gut 20 min. ist der Grund des Barrancos mit ersten Häusern erreicht - nach links zweigt der mächtige Barranco de los Cochinos ab. Es empfängt uns ein richtiges kleines Paradies: Zwischen üppigen Gärten mit Orangen-, Mandel-, Feigen-,Mispelbäumen und Palmen, später auch Bananenplantagen setzt sich talauswärts ein Fahrweg fort, der schon bald über eine Brücke auf die rechte Talseite wechselt. Er steigt nun ein kurzes Stück leicht an und entfernt sich an einem Haus vom Bachbett.
Noch vor diesem Haus steigen wir links in das Bachbett ab und gelangen auf der anderen Seite auf einem Fahrweg (Calle Susana), der uns zum Hauptplatz von Los Silos zurück bringt.

Canadas-Höhenweg - Von El Portillo zum Parador Nacional
Höhenwanderung am Calderarand - nur für Konditionsstarke

Die Wanderroute: El Portillo - Degollada de Abreo - Pasajiron - Degollada de Guaiara - Parador Nacional

Ausgangspunkt: Centro de Visitantes in El Portillo, 2050 m, 250 m nach der Kreuzung (Haltestellen der Buslinien 342/348)
Endpunkt: Parador Nacional, 2150 m (Haltestelle der Buslinien 342/348).

Gehzeiten: El Portillo - Degollada de Abreo 1 ¾ Std., Degollada de Abreo - Montana Pasajiron 3 Std., Montana Pasajiron - Parador Nacional 1 ¼ Std.; Gesamtzeit 6 Std.

Höhenunterschied: Etwa 600 m im Aufstieg und 500 m im Abstieg.

Anforderungen: Bis auf den Auf- und Abstieg zur Montana Pasajiron durchwegs leichte, jedoch anstrengende Wanderung.

Einkehr: Am Ausgangspunkt das Bar-Restaurant El Portillo, am Endpunkt das Hotel Parador Nacional de las Canadas.
Variante Vom Ausgangspunkt bietet sich auch eine Besteigung der Montana Samara, 1937 m, an - der Aufstieg dauert nur eine knappe 1/4 Std. und ist durch einen Pfad, der rechts über den Rücken ansteigt, gut vorgegeben.

Der Höhenweg von El Portillo zum Gipfel des Pasajiron zählt bei Leibe nicht zu den großen Routen der Insel. Er verläuft weitgehend auf Fahrwegen, bietet aber häufig grandiose Ausblicke auf die Canadas und den Teide, bei guter Sicht auf weite Teile der Südostküste.
Gegenüber dem Centro de Visitantes (ICONA-Besucherzentrum) beginnt eine Forststraße (Schranke), die sich bereits nach 5 min. gabelt. Wir folgen dem linken, in weißen Schleifen ansteigenden Forstweg.
Nach ½ Std. tauchen vor uns die Antennenanlagen und die Observatorien von Izana auf. Durch eine Senke geht es weiter hinauf in den weiten Sattel zwischen der Motana de las Arenas Negras und der Montana Cerrillar (insgesamt 1 Std.). Nun haben wir den Teide und den Guaiara im Blickfeld.
Wir verbleiben auf dem sanft bergab führenden Hangweg und durchqueren alsbald (an einer Verzweigung rechts gerade aus weiter) auf einer Wegspur eine lang gezogene Sandebene, die Llano de Maja. ½ Std. nach dem Sattel treffen wir hinter einem Sandwall auf eine Forststraße, auf der wir nach rechts (Süden) weiter wandern.
¼ Std. später zweigt rechts ein Fahrweg zur aussichtsreichen Montana de las Ciedras ab (1/4 Std. einfach) - wir gehen aber gerade aus auf dem Hauptweg weiter, der kurz darauf, am schwach ausgeprägten Sattel der Degollada de Adreo, 2314 m (Holzkreuz), eine leichte Rechtskurve vollzieht und in eine weite Hochfläche hinab führt.

Wir passieren einen militärischen Übungsplatz, lassen später die schwarz sandige Kuppe der Montana Colmenas links liegen und erreichen 1 Std. nach dem Holzkreuz ein schwach ausgeprägten Sattel nahe der Caldera - Abbruchkante - hier gerade aus weiter (Tafel "Sin Salida").
Der Fahrweg entfernt sich nun etwas von der Kammhöhe und gelangt nach einer knappen halben Stunde in einen Sattel mit Blick auf die Canadas und den Teide. Zwanzig Minuten später kommen wir in einen weiteren Sattel. In der Folge steigt der nun holprig werdende Fahrweg in ein paar Kehren an, dann setzt er sich wieder als gemütliche Hangwanderung fort.

Nach einer ¾ Std. gelangen wir, vorbei an einer großen Kiefer, in ein größeres, von einem deutlich ausgeprägten Sattel herabziehendes Tal, in dessen Grund wir uns rechts einen etwas undeutlichen Pfad zuwenden, der in 10 min. zum Sattel mit seinem interessanten schwarz-beigen Felsformationen hinauf führt.
Links, nahe der Kammhöhe, steigt der Pfad weiter an (Steinmännchen) und führt leicht links haltend auf eine langgezogene Felsenmauer zu und an dieser entlang bergauf. An einer Verzweigung nach gut 5 min. halten wir uns scharf links und gelangen mit den Steinmännchen und einer grünen Markierung auf das Gipfelplatteau der Montana Pasajiron, 2529 m. Von dort genießen wir einen herrlichen Blick auf die Canadas, den Teide und den Guaiara.
Abseits der Abbruchkante setzt sich der markierte Pfad fort. Schon bald geht es in Serpentinen hinab zum Guaiara - Pass, 2372 m. Von dort steigen wir nochmals ein paar Minuten im Kammverlauf an, bis etwa 30 m nach einer Vermessungssäule recht ein deutlicher Pfad zum Canadas - Fahrweg hinab führt (20 min.).
Auf diesem links, gelangen wir nach einer knappen ¾ Std., zuletzt vorbei an den Piedras Amarillas, auf eine Asphaltstraße, der wir rechts zur Hauptstraße folgen. Auf dieser rechts zum nahen Parador.